Samstag, 10. November 2012

Neues Logo

Hallo zusammen! 

Jetzt, wo es mit meinem Blog richtig loßgeht, nachdem jahrelang post-technisch eher Flaute geherrscht hat, habe ich mir überlegt, etwas für die "Corporate Identity" meines Blogs zu tun und Literatura Fragmentata ein neues Logo zu spendieren:



Ihr werdet euch vielleicht fragen, warum ein halbgeschlossenes Auge als Logo? Der Grund ist (zumindest in meinen Augen) einfach zu erklären. Der Blogtitel Literatura Fragmentata bezieht sich darauf, dass ich der Ansicht bin, dass wir Menschen nicht in der Lage sind, die Welt in ihrer Ganzheit zu erfassen. Wir sehen immer nur einen Teil der Wirklichkeit, ein Fragment vom Ganzen. Das gilt auch und insbesondere für kulturelle Phänomene wie Kunst und Literatur.

Deshalb habe ich mir das halbgeschlossene  Auge als Logo für Literatura Fragmentata ausgesucht. Es soll im Gegensatz zum allsehenden Auge zeigen, dass man immer nur einen Teil der Wirklichkeit sieht, andere wiederum nicht. Es soll eigen, dass es nicht nur einen Weg, die Dinge zu sehen, gibt und wir nicht davom ausgehen können, dass unsere Sicht der Dinge die einzig richtige ist.

Außerdem habe ich noch mehrere Logo-Varianten entworfen, die ihr verwenden könnt, wenn ihr auf Literatura Fragmentata verlinken wollt. Außerdem werde ich sie für meine Publikationen in PDF- und anderer Form verwenden.





Leider muss ich zugeben, dass die Idee mit dem halbgeschlossenen Auge nicht ganz auf meinem Mist gewachsen ist. Die ursprüngliche Idee dazu stammt aus dem Roman "Die Brücke der Vögel" von Barry Hughart. Dort benutzt eine der Hauptfiguren, der weise Li Kao, das Auge als Aushängeschild für seine 'Detektei':


"Dann gab mir der Himmel ein Zeichen. Ich hatte das Ende der Allee erreicht und wollte auf der anderen Seite zurückgehen, als plötzlich ein Sonnenstrahl durch die Wolken brach und wie ein Pfeil in eine schmale gewundene Gasse schoss. Es fiel auf ein Schild mit einem Auge, doch dieses Auge stand nicht offen. Es war halb geschlossen.

'Die Wahrheit wird teilweise enthüllt', schien dieses Auge zu sagen.

'Manche Dinge sehe ich, andere nicht.'
Wenn es sich um diese Botschaft handelte, dann war es das erste Vernünftige, was ich in Peking gesehen hatte." [1]


Insofern ist mein halbsehendes Auge als Hommage an das halbgeschlossene Auge Li Kaos zu sehen.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung zu den Logos unten in der Kommentar-Sektion, hinterlasst,

Euer Georg

[1] Hughart, Barry: "Die Brücke der Vögel", Wolfgang Krüger Verlag, Frankfurt am Main 1986. ISBN 3-8105-0821-7.

Kommentare:

Missy hat gesagt…

Die Hintergründe zum Logo finde ich richtig interessant! Das wir die Welt nicht mit dem ganzen Auge sehen ist vollkommen richtig. Geht mir auch so! Finde ich eine schöne Idee!

Samgar Hüttner hat gesagt…

Die Idee dahinter finde ich gut und das Logo ist aussagekräftig. Am besten gefällt mir persönlich das zweite von oben. Ich finde, dass die Linienstärke in allen Logos gleich sein sollte, körnig oder glatt... das ist natürlich rein subjektiv von mir. Sehr gelungen!

Loseblattsammlung hat gesagt…

Auf jeden Fall ein stilistisch Interessantes Logo, dass dem Betrachter genügend Platz für eigene Interpretationen lässt.