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Donnerstag, 24. März 2016

Jenseits der schwarzen Berge: Eine Selbstbeschreibung



Dieser Post ist ein kleiner Selbstversuch. Ich werde im Folgenden ein kleines »Making of« über mein eigenes Buch schreiben. Warum? Weil ich zeigen will, was mich dazu angetrieben hat und was für mich das Besondere an »Jenseits der schwarzen Berge« ausmacht.

Als ich merkte, dass aus der Kurzgeschichte, die ich für meine Töchter schreiben wollte, ein Buch werden würde, war mir klar, dass es ein Buch werden sollte, dass ich selbst gerne lesen würde. Über die Jahre, in denen ich phantastsiche Literatur gelesen hatte, war mir der Fantasyeinheitsbrei aus Heldentum, naturbösen Widersachern und »gerechten« Kriegen zuwider geworden.

Unter der Oberfläche lauern die Texte

Ich wollte etwas anderes. Eine kluge Geschichte. Eine mit subtilem Witz. Eine die intelligent gemacht war, ohne dabei überpädagogisch die Moralkeule zu schwingen. Einerseits wollte ich ein klassisches Fantasy-Setting 1, ohne andererseits in tolkiensche Klischees zu verfallen. Sie sollte so beschaffen sein, dass man sie als unbedarfter Leser einfach so ‘runterlesen’ kann, ohne das Gefühl haben zu müssen, ein verkopftes Pamphlet vor sich zu haben. Zugleich sollte sie aber auch weitere Ebenen beinhalten, die sich denen erschließen, die sich im Bereich der phantastischen Literatur (und im Bereich des Phantastischen selbst) ein wenig auskennen.

Im ganzen Buch sind durchweg Anspielungen auf andere Werke der Literatur des Phantastischen versteckt, die sich dem erschließen, der die im Text verborgenen Hinweise zu deuten vermag. Da gibt es zum Beispiel diesen noch recht offensichtlichen Verweis auf Star Trek im Kapitel »Zweifel«, wo Anarias Vater sagt, er wüsste, wie sie sich fühlte, es dränge sie in die Ferne, an Orte, an denen nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Daneben gibt es noch eine Reihe subtilerer Anspielungen, von denen man um so mehr ‘ausgraben’ kann, je besser man sich im Genre auskennt. Ich werde hier natürlich nicht mehr verraten. Schließlich will ich meinen Lesern nicht den Spaß verderben, selbst darauf zu kommen, was ich mit der einen oder anderen Stelle gemeint haben könnte 2.

Auch wenn man »Jenseits der schwarzen Berge« als einfachen Jugendroman lesen kann, ist das Buch doch eine Erzählung, die große Themen aufgreift. Es geht darum, hinauszugehen in die Welt, seinen Weg zu finden, den Sprung ins Ungewisse zu wagen, zu erkennen, was möglich ist. »Jenseits« ist aber auch eine Erzählung über die Auswirkungen von Gier und Hybris und ihren Folgen, die selbst dann noch Leid und Gefahr über die Welt bringen können, wenn ihr Verursacher schon längst gestorben ist. Und sie zeigt, dass man ein großes Unheil besiegen kann, wenn man als eine Gemeinschaft handelt, ganz gleich, welcher Herkunft man ist oder welche Eigenschaften man besitzt.

Wenn die eigene Geschichte den Autor überrascht

Inzwischen habe ich Passagen aus meinem Buch auf vielen Lesungen vorgetragen. Trotzdem bin ich immer noch überrascht, was bei den Zuhörern gut ankommt. Es sind nicht die ‘actionlastigen’ Szenen, in denen viel passiert und auch nicht die ‘philosophischen’, in denen Anaria mit den grundlegenden Motiven ihrer Reise konfrontiert wird 3. Wirklich gut laufen die Szenen, in denen meine Protagonisten miteinander interagieren, ein Problem miteinander lösen müssen, oder sich miteinander unterhalten. Ein schönes Beispiel dafür ist das Kapitel »Wissenschaft«, in dem Gingadol, Beren, Anaria, das Einhorn Barin und die beiden Ucca-Kinder Tauwara und Caumara planen, wie sie den Drachen besiegen können. Offensichtlich ist es das Zusammenspiel meiner Figuren, das wirklich gut ankommt.

Die zweite Überraschung war für mich, dass »Jenseits« fast ausschließlich als Jugendbuch wahrgenommen wird, was sich teilweise aus seiner Entstehungsgeschichte erklären lässt. Ich war allerdings nicht darauf gefasst, dass die Wahrnehmung meiner Leser tatsächlich so stark zum Jugendbuch tendiert. Bisher scheint also die ‘erwachsene’ Schicht hinter der Oberfläche in den Augen meiner Rezensenten und Rezensentinnen noch nicht zum Vorschein gekommen zu sein.

Darüber habe ich aber nicht vergessen, dass meine Fantasy-Welt »Tamath« durchaus ihre finsteren Seiten hat. Schon in dem in Arbeit befindlichen Kurzgeschichtenband gibt es einige Stories, die ganz und gar nicht kindlich sind, in denen Geister und Dämonen auftauchen und Diebe von sadistischen Magiern durch finstere Gassen gejagt werden. Auch der in Planung befindliche Band zwei meiner »Legenden von Tamath«-Reihe wird Ereignisse zum Thema haben, die durchaus ernst sind und tief in das Gefüge meiner Welt hineingreifen.

Soweit also zu meinem kleinen »Making of«. Ich hoffe es hat euch gefallen und euch ein wenig neugierig auf das Buch und die Welt, die dahintersteckt, gemacht. Ich arbeite zurzeit neben dem Kurzgeschichtenband daran, das Material für meine Website zur Legendenserie zusammenzustellen, wobei ich nicht versprechen kann, wann es wirklich soweit sein wird. Doch wenn es soweit ist, werdet ihr dort nicht nur Informationen zu meinen Büchern und Projekten finden, sondern auch Hintergrundinformationen zur Welt von »Tamath«, ihren Tieren, Pflanzen und Kulturen.

Wer einen Blick in das Buch werfen (bzw. hineinhören) möchte, kann das hier tun: 


 

  1. Was mir insofern nicht weiter schwergefallen ist, weil ich an meiner Welt »Tamath« baue, seit ich vierzehn war. Material war und ist also reichlich vorhanden.
  2. Neben seiner Eigenschaft, ein Fantasy-Roman zu sein, ist »Jenseits der schwarzen Berge« eine postmoderne Erzählung insofern, als dass sie an vielen Stellen intertextuell angelegt ist und zum Spiel mit diesen Textebenen und Textfolien einlädt. Man gewinnt durch das Eintauchen in diese tieferen Verzweigungen und Verwurzelungen hin zu anderen Texten zusätzlich zum Oberflächentext an Lesefreude hinzu.
  3. Zum Beispiel in einer meiner persönlichen Lieblingsszenen im Buch, wo sie mit Gathnorr, dem Hirten, über den Sinn ihrer Reise diskutiert. Ich finde diese Szene wunderbar und etwas mystisch, aber sie kommt zu meinem Bedauern beim Publikum überhaupt nicht an.

Freitag, 16. Oktober 2015

Die Legenden von Tamath: Das Kurzgeschichtenbuch




Wie regelmäßige Leser meines Blogs vielleicht wissen, arbeite ich zur Zeit an einem kleinen Kurzgeschichtenband, der sich näher mit der Welt befasst, die den Hintergrund für meine Reihe »die Legenden von Tamath« bildet. Doch warum eigentlich einen Kurzgeschichtenband schreiben und nicht ein »richtiges« Buch?

Es gibt verschiedene Gründe dafür. Einer davon ist, dass es praktisch ist, ein paar kürzere Stücke auf der Hand zu haben, die man für Lesungen verwenden kann – schließlich hat man nicht jedesmal eine Stunde Lesezeit, sondern nur zehn-fünfzehn Minuten, zum Beispiel, wenn man eine Gruppenlesung veranstaltet. Da ist etwas Kurzes, das in der vorgegebenen Zeit vollständig vorlesbar ist, sehr nützlich.

Ein weiterer Grund ist, dass ich bestimmte Aspekte meiner Welt und der Protagonisten weiter ausleuchten wollte. Woher kommen die Zwerge Beren und Gingadol, was hat es mit Tuwanda auf sich, dessen Namen Caumara und Tauwara ständig rufen, was haben Gathnorr, Anaria und Gingadol in ihrer Jugend erlebt? Dazu gibt es einige kleine Gleichnisse/Märchen, die sich die Bewohner meiner Welt erzählen.

Und drittens hatte ich vor, die EBook-Fassung des Kurzgeschichtenbandes kostenlos herauszugeben, damit die Leute einen einfachen Einstieg in die Welt von Tamath erhalten können. Neben der kostenlosen EBook-Version werde ich auch vom Kurzgeschichtenbuch eine Printversion erstellen, die sich vorraussichtlich

Fortschritte


Wie man an der Tabelle sehen kann, sind die einzelnen Texte unterschiedlich weit fortgeschritten. Wärend einige soweit sind, dass ich sie den Testlesern zur Verfügung stellen kann, sind andere über die Konzeptphase noch nicht hinaus. Das heißt aber auch, dass ich mich ranhalten muss, wenn ich bis Weihnachten etwas Printfähiges in den Händen halten will. Wahrscheinlich ist das in Anberecht meiner Erfahrungen mit der kalten Jahreszeit über die letzten Jahre hinweg nicht. Zeitlich ist wohl eher Ostern im Rahmen des realistisch Möglichen. Der Druck wird zunächst über Createspace erfolgen, falls die Tolino-Allianz sich im Laufe des nächsten Jahres entschließt, auch Printbücher zu produzieren, werde ich eine Veröffentlichung auch dort in Erwägung ziehen.

Titel Konzeptphase 1st. Draft Abgetippt Autorenkorrektur Testleser Layout Endkorrektur Plot-Kontrolle
Zwergenreise * * *
Goldener Mann * * * *
Spinne * * * *
Gingadol * *
Bremse * *
Galesads Prophezeihung * * * *
Bettler *
Prinzesin Anaria und der Tempel *
Ucca-Legende * * ~
Gathnorr *
Bastan der Held *

Die Tabelle ist übrigens ein Beispiel dafür, wie man seine Arbeit an einem Buch visualisieren / organisieren kann. Da ich über den Zeitrahmen keine sinnvolle Aussagen machen kann, habe ich mich entschieden, mir Meilensteine zu setzen. Für jede einzelne Geschichte (jedes Kapitel) habe ich mir Acht Wegpunkte gesetzt, die jeweils erreicht sein müssen, damit der jeweilige Teil als abgeschlossen gilt. Nicht beinhaltet sind die Illustrationen, weil ich diese erst sehr spät entwickeln werde, wenn die Stories im wesentlichen schon stehen.

Die Meilensteine sind im Einzelnen:
  • Die Konzeptphase: Hier skizziere ich für mich die Grundzüge der Story und mache mir Notizen dazu (das, was man landläufig Plotten nennt).
  • 1st. Draft: Der erste handschriftliche Entwurf der Story.
  • Abgetippt: Meint genau das, was draufsteht. Der handschriftliche Entwurf wird in den Computer übertragen.
  • Autorenkorrektur: Überarbeitung der Texte durch mich.
  • Testleser: Die Texte werden auf Google Docs hochgeladen und stehen den Testlesern zur Begutachtung bereit
  • Layout: Die Printfassung wird layoutet und das Ebook fertigmontiert.
  • Endkorrektur: Der Buchblock und das Cover werden vor dem Hochladen noch einmal gründlich durchgesehen
  • Plot-Kontrolle: Nach dem Hochladen wird der Buchblock noch einmal gründlich auf Typos etc. durchgesehen.
Das lässt sich so (oder so ähnlich) auf fast jedes Buchprojekt übertragen und sorg dafür, dass man eine visuelle Rückmeldung hat, wie weit man in seinem Projekt hat – ganz abgesehen davon, dass sich das Prinzip ganz hervorragend für Anthologien und Fanzines/Magazine eignet, bei denen Fremdautoren involviert sind.

Freitag, 14. August 2015

Die Legenden entwickeln sich weiter



Wer schon öfter bei Literatura Fragmentata vorbeigeschaut hat, wird bemerkt haben, dass ich nicht nur Schreibtipps gebe, sondern auch ein Buch geschrieben habe. Jenseits der schwarzen Berge (JdsB) ist nun knapp ein Jahr alt und es wird Zeit, mit den Legenden von Thamat weiter voranzuschreiten. Bevor es aber an das Schreiben des nächsten Romans geht, möchte ich einen Kurzgeschichtenband einschieben, der einige Fragen beantwortet, die in JdsB offengeblieben sind.

Unteranderem werden die Hintergründe verschiedener Figuren aus JdsB ausgeleuchtet, z.B:
  • Wie sind Beren und Gingadol in das Dorf der Ucca gekommen? Wo stammen sie her?
  • Es wird ein Erlebnis aus der Kindheit Prinzessin Anarias geben, das (zugegebener Maßen) schrecklich war und mit den seltsamen Tempeln im Tal oberhalb der Stadt Tonolorn zu tun hat.
  • Eine weitere Geschichte befasst sich mit der Vergangenheit Gathnorrs, der weit mehr ist als nur ein einfacher Schafshirte
  • Gingadol erinnert sich an ein dramatisches Erlebnis aus seiner Zeit in der Magierakademie
und natürlich noch vieles mehr.

Keine der großen Legenden


Was das Buch selbst angeht, so wird des nicht der zweite Band der Legenden von Tamath-Reihe sein, sondern der erste Band eines Spin-Offs, dass anhand von Kurzgeschichten die Hintergründe zu den »großen« Geschichten näher ausleuchtet und meinen Lesern die Welt, die hinter JdsB steckt näherbringt.

Ich habe vor, die EBook-Fassung hier auf meinem Blog (und auf der Website, wenn sie einmal fertig ist) kostenlos im Epub- und im Mobi-Format zum Download zur Verfügung zu stellen. Die Printfassung wird über Amazon zu beziehen sein und dasselbe schöne Layout besitzen wie die Legenden-Reihe.

Natürlich mache ich auch hier wieder die Zwischenillustrationen selbst, wobei ich hier ein wenig mit verschiedenen Zeichen-Techniken experimentieren möchte.

Warum Kurzgeschichten?


Das ich den Kurzgeschichten-Band einschiebe hat zwei Gründe: Einmal hatte ich nach dem Schreiben von JdsB das Gefühl, dass noch nicht alle Aspekte, über die ich noch etwas hätte sagen können, gesagt waren.

Andererseits hatte ich auf den Lesungen, wo ich neben anderen aufgetreten bin, das Problem, dass ich Teile aus dem Buch braucht, die kurz genug waren, um beim Vorlesen das Zeitlimit nicht zu sprengen. Deshalb lag es nahe, einen kleinen Band mit Kurzgeschichten zu verfassen.

Als dritten Grund kann ich noch anführen, dass ich die Kurzgeschichten gerne als Experimentierfeld benutze, um Dinge auszuprobieren, ohne die Menge an Vorbereitungen treffen zu müssen, die ich für ein großes Buch brauche.

 

Warum das EBook umsonst?


Warum gebe ich das EBook umsonst her? -- Gute Frage! Der Grund ist einfach. Ich hänge an meiner Fantasywelt, sie ist mein Palais Ideal und ich möchte, dass sie bekannter wird. Und der beste Weg, etwas im Internet bekannter zu machen, ist, es kostenlos zu vergeben.

Samstag, 23. Mai 2015

Ideale Paläste


Es ist morgens, irgendwann in den siebziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts, irgendwo in der Französischen Provinz. Der Postbote Ferdinand Cheval stolpert über einen seltsam geformten Stein. Am Tag darauf beginnt Herr Cheval damit, weitere Steine zu sammeln, eine Tätigkeit, die er sein ganzes Leben lang beibehalten wird, um aus diesen seinen idealen Palast zu bauen, eines der unglaublichsten Gebäude dieser Welt.
 
Der Palais Ideal Marine69|Wikipedia.org
Manchmal genügt solch ein einzelner Stein, um ein ganzes Leben umzukrempeln. Mich hat die Geschichte um den idealen Palast fasziniert, seit ich mit 13 Jahren zum ersten Mal von ihr gehört (bzw. von ihr gelesen) hatte. Ich weis noch genau, wie ich im Garten meines Großvaters einen Zeitungsartikel über diesen selstamen Mann laß, der aus gefundenen Kieseln ein Haus gebaut hatte, das es kein zweites Mal auf dieser Welt gab. Ich schaute mir das grobgerasterte Foto an, das den Palast zeigte, der aussah, als ob seine Teile von Korallen oder tropfsteinen überwuchert wären, und dachte mir: »Sowas willst du auch machen!«.

Relativ schnell habe ich dann begriffen, dass es in Deutschland nicht möglich ist, so ein Gebäude einfach so zu bauen, weil sich tausende Faktoren (Nachbarn, der "gesunde" Menschenverstand und nicht zuletzt die Behörden) dagegenstemmen. Und so habe ich mich dem Schreiben und schließlich der High Fantasy zugewendet.

Die Welt, die ich seitdem konzipiert und über Jahre hinweg ausgebaut habe, ist mein "idealer Palast", eine Art Gesamtkunstwerk, dass mir ermöglicht, bestimmte Sachverhalte, die durch eine realistische Schreibweise verdeckt würden, quasi im "Labor" zu durchdenken (Dazu gehört zum Beispiel die Frage, wie können ganz unterschiedliche Charaktere zusammenleben, was richtet Gier an, wie spiegelt sich die Persönlichkeit des einen im Charakter des anderen?). Fantasy bot sich für mich auch deshalb an, weil ich schon als kleiner Junge von Abenteuergeschichten, Rittern und nicht zuletzt von Archäologie fasziniert war (Terra X war eine meiner Lieblingssendungen)

Außerdem ist der Unterschied zwischen dem "realistischen" und dem "phantastischen" Schreiben ganz ähnlich wie der zwischen einem Bürohaus und dem Palais Ideal: Das Bürohaus erfüllt seinen Zweck, aber es gibt einem nicht dieses "Wow"-Gefühl, das man hat, wenn man vor etwas absolut Einzigartigem steht.

Nicht zuletzt hat mich die Beschäftigung mit meiner Welt dazu gebracht, mich mit Themen wie Stadtmorphologie und - Entwicklung, Geologie und Geographie aber auch mit Ökologie und Anthropologie sowie verschiedenen anderen Themen zu beschäftigen. Das alles hätte ich nie gefunden, wenn ich mich mit einer realistischen Schreibe zufriedengegeben hätte.

Ich kann mir noch eine Menge Dinge vorstellen, die man mit Tamath anstellen könnte, zum Beispiel Comics oder Hörbücher daraus zu machen oder ein Anime, Computerspiele und vieles mehr. Leider braucht man für all das eine ganze Menge mehr als nur Zeit (aber das ist ja kein Grund, nicht davon träumen zu dürfen).

Im Moment bin ich in den Vorbereitungen für das zweite Buch aus der Legenden von Tamath-Reihe. Es sei nur soviel verraten, dass uns die Prinzessin, die Zwergenbrüder und natürlich Caumara und Tauwara wiederbegegnen werden. Die Geschichte wird weit in die Geschichte der Zwergenheitn ausgreifen und ein Ereignis beschreiben, das die Kultur der Zwerge bis heute prägt.

Daneben arbeite ich an einem kleinen Kurzgeschichtenband, dessen Onlinefassungen ich, sobald er fertig ist, kostenlos hier auf dem Blog zur Verfügung stellen möchte. Die Printfassung wird es dagegen auf Amazon zu kaufen geben – genauso schön layoutet wie schon Jenseits der schwarzen Berge.

Mittwoch, 20. August 2014

Createspace, meine Nerven und ich



Ich hatte mich ja letztendlich doch dazu entschlossen, mich in die Fänge von Amazon zu begeben. Also habe ich mich bei Createspace eingeloggt und Jenseits der schwarzen Berge hochgeladen. Das hat im Wesentlichen gut geklappt, obwohl sich Fehler an Stellen ergeben haben, wo ich keine erwartet hätte.

Nachdem ich den Buchblock fertiggestellt und brav alles angegeben hatte, was Createspace von mir wissen wollte, ging es ans Hochladen der Daten, was auch problemlos funktionierte. Dann hieß es einen Tag warten, bis der Review freigegeben war. 

 Der Internal Reviewer: Freigabeportal light


Der "Internal Reviewer" von Amazon (das Programm,  mit dem man seine Daten noch einmal kontrollieren kann) ist in seinen Grundzügen ganz ähnlich aufgebaut wie andere Freigabeportale von Druckereien auch, wobei Amazon alles weggelassen hat, was den engagierten Laien verwirren könnte. Das ist einerseits ein Vorteil, weil man sich nicht groß in die Software hineindenken muss, andererseits ein Nachteil, weil man solche Dinge wie den Anschnitt oder die Farbkanäle nicht überprüfen kann. In dieser Hinsicht muss man Amazon schlicht glauben, dass alles schon gutgehen wird.

Man kann im Reviewer sein Buch in einer virtuellen Ansicht durchblättern, wobei eventuelle Probleme von der Software angezeigt werden. Das funktioniert alles in allem recht gut. Ist man mit dem Ergebnis zufrieden, kann man den akzeptablen Zustand seines Projektes bestätigen. Lehnt man hier allerdings ab, so muss man den gesamten Buchblock auch dann wieder hochladen, wenn man lediglich einige wenige Fehler korrigieren muss. Bei mir waren es eine verschobene Seitenzahl und ein verutschter Textrahmen, die ich natürlich nicht gleichzeitig gesehen habe, was bedeutete, dass ich jedes mal das gesamte Buchfile hochladen musste, dass dann gnadenlos von Amazon einem erneuten Review unterzogen wurde. Insgesamt musste ich so zwei Tage darauf warten, dass ich weiter arbeiten konnte. Das ist ärgerlich und in professionellen Druckportalen, wie sie von Druckereien für die Freigabe verwendet werden, besser gelöst. Apogee bietet zum Beispiel die Möglichkeit, einzelne Seiten hochzuladen, falls es Korrekturen geben sollte. Das hätte ich mir auch für Createspace gewünscht. 

Probleme, wo man keine erwartet


Bedauerlicherweise war damit aber mein Stress nicht zu Ende. Beim Hochladen des Covers sind diverse Probleme aufgetreten. Zuerst meinte Createspace, dass irgendwelche Bilder überlappen würden. Dann war der Rückentext verrutscht, schließlich war der Titeltext ganz vom Cover verschwunden.

Nachdem sich die Coverprobleme in Wohlgefallen aufgelöst hatten, machte nun das Buchinnere, das vorher anstandslos durch den Reviewer gegangen war, Schwierigkeiten. In der Proof-Vorschau waren sämtliche Bilder zerschossen, was meiner Stimmung nicht unbedingt zuträglich war. Also habe ich die PDF-Datei neu geschrieben, neu hochgeladen, auf den Review gewartet, auf den Proof gewartet und nach sechs Tagen endlich den Text freigegeben. 

Das eBook, einfach zu erstellen, aber typographisch hinterher


Createspace funktioniert, könnte aber besser sein. Das Einstellen der Mobidatei für den Kindle war dagegen ein Klacks. Leider lässt die eBook-Fassung so viele Aspekte vermissen, die mir an der Printfassung wichtig sind, z.B. ein schönes Layout, die Initialen, die Gestaltung der Kapitel-Überschriften etc. Natürlich bleiben die Bilder schön, es gibt sogar eines mehr als in der Druckausgabe, aber das Drumherum ist für jemanden, der eine Affinität zur Typographie hat, mehr als traurig. 


Donnerstag, 7. August 2014

Jenseits der schwarzen Berge: Einlauf in die Zielgrade

Jenseits der schwarzen Berge geht in die Endrunde.  Nachdem ich mich jetzt endgültig entschieden habe, doch nach Createspace zu gehen (Lulu und BoD boten mir letztendlich nicht die Konditionen, die ich mir vorgestellt hatte), musste ich einmal mehr das Layout von JdsB anpassen, da jeder der drei Dienste etwas andere Formate für Taschenbücher hat.

Begeistert war ich nicht von der Aussicht, den ganzen Buchblock noch einmal überarbeiten zu müssen, doch Gott sei dank ist Scribus ein recht umgängliches Layoutprogramm, das mir die Umbauarbeiten nicht unnötig schwer gemacht hat. Dennoch war es natürlich lästig und zeitraubend. 

Im Nachhinein hat sich der Umbau aber als positiv erwiesen.  Der Text läuft jetzt besser, ist nicht mehr so gedrängt. Außerdem hat sich die Seitenzahl noch einmal reduziert. Zudem kommen durch das größere Format die Bilder besser zur Geltung

Apropos Bild: Durch den Umbau musste ich das Bild des toten Zauberers herauswerfen, d.h. es wird nur in der eBook-Fassung erscheinen. Dafür wird ein neues Bild aufgenommen, dass eine Szene unmittelbar nach dem Kampf mit dem Drachen zeigt. 

Zwar ist die Tatsache, dass ich ein neues Bild zeichnen muss, eine weitere Verzögerung,  die ich mir gerne erspart hätte, aber mein erster Entwurf gefällt mir schon jetzt und wird dem Buch auch nicht schaden. 

Und natürlich bin ich gespannt,  was ihr dazu meint, wenn es denn soweit ist.

Donnerstag, 10. Juli 2014

Jenseits der schwarzen Berge: Statusupdate vom 10.07.2014





Es ist geschaft! Die letzte Illustration für »Jenseits der schwarzen Berge« ist fertig. Sie zeigt das Tal Gathnorrs. Wer oder was das ist, könnt ihr erfahren, wenn das Buch endgültig veröffentlicht ist. Leider kommen in der kleinen Fassung die Details nicht so gut zur Geltung, wie es das Bild eigentlich verdient hätte (was aber ein Grund mehr ist, sich auf das fertige Buch zu freuen!).

  
Das Tal von Gathnorr|(c) Georg Sandhoff

Mittwoch, 25. Juni 2014

Jenseits der schwarzen Berge: Statusupdate vom 25.06.2014






Es geht weiter mit "Jenseits der schwarzen Berge". Das ist das letzte Bild des Buches, aber das vorletzte, dass ich gezeichet habe. Mehr will ich auch gar nicht dazu sagen, lasst das Bild einfach auf euch wirken.

Der Drache | (c) by Georg Sandhoff

Sonntag, 15. Juni 2014

Jenseits der schwarzen Berge: Statusupdate vom 15.6.2014



Es geht weiter voran mit »Jenseits der schwarzen Berge«. Hier seht ihr die dritte von insgesamt fünf Innenillustrationen. Das Bild zeigt eine Szene auf dem Friedhof der Ucca. Wie immer freue ich mich über Kommentare und Anregungen von Euch.


Sonntag, 8. Juni 2014

Jenseits der schwarzen Berge: Illustration II






Nachdem mich der Tod meines Großvaters, der Schlaganfall meiner Großmutter und die Krebsdiagnose meines Vaters im Mai völlig aus der Bahn geworfen hatte und ich wenig mehr als ein paar Facebook- und Google Plus-Kommentare von mir gegeben habe, komme ich langsam wieder auf Kurs. Hier seht ihr die zweite Innenillustration für das Buch:


D.h. Two done, three to go!


Sonntag, 27. April 2014

Statusupdate »Jenseits der schwarzen Berge«: Erste Zwischenillustration fertig






Nach langem Hin und Her ist die erste Zwischenillustration für Jenseits der schwarzen Berge endlich fertig geworden. Das Bild zeigt Ulfadas Schmiede im Dorf der Ucca.


Ich freue mich auf Kommentare und Meinungen zum Bild, die ihr wie üblich hier, auf Google + oder auf Facebook hinterlassen könnt!